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50 km südlich von Nürnberg liegt das Altmühltal, ein wunderschönes Naturschutz und Erholungsgebiet. Die für Motorradfahrerinnen besonders begehrten kurvigen Straßen findet Frau dieserorts überall. Anders als die Fränkische Schweiz ist das Altmühltal "freier" einsichtig, und hat einen eigenen Charakter, den Frau am Besten selbst erlebt. Nicht umsonst wurde das Gebiet der erste deutsche Naturpark.

In dem Gebiet sind Reste der Teufelsmauer zu finden, die die Römer seinerzeit liebevoll "Limes" nannten. Bei Ausgrabungen wurden auch jede Menge Höhlenmalereien und andere Zeugnisse einer sehr frühen Besiedelung gefunden. Graben hat in dieser Region ohnehin eine lange Tradition, und so ist es nicht verwunderlich, daß irgendwann vorm Mittelalter ein gewisser Karl der Meinung war, seine Untertanen sollten einen Graben durch das Gebiet ziehen, um die Nordsee mit dem Schwarzen Meer zu verbinden, was damals irgendwo nicht funktionierte. Zu bewundern ist diese antike Bauruine in Treuchtlingen. Gut 1000 Jahre später hatte ein Typ der diesmal nicht Karl hieß wieder die Idee mit dem Graben und es passierte das vordergründig Unvermeidliche. Der Main-Donau-Kanal liefert seit dieser Zeit als Milliardengrab jede Menge Diskussionsstoff für lange Nächte.
Zum Erkunden des Tales ist es günstig nicht gerade Sonn- und Feiertage zu verwenden, denn dann ist die Gegend von Erholungssüchtigen wirklich total überlaufen. Am besten besorgt sich frau auch noch eine gute Landkarte mit großem Maßstab, denn gerade die kleinen Nebenstraßen sind fürs Fahren der Hit.

 Bootwandern  

Bootwandern


Neben dem Motorradfahren versuchten wir uns auch im Kanufahren. Die Jungs vom Verleih setzten unser Boot ins Wasser und meinten lapidar: "Da ist vorne" und zeigten an das eine Ende des Boots. Vielleicht hätte ich nicht fragen sollen, in welche Richtung "stromabwärts" geht. Nach einigen folgenlosen Kollisionen mit anderen Kanus hatten wir uns dann so weit abgestimmt, daß wir gemeinsam ruderten, was gar nicht so einfach ist. Leihkanus gibt es in allen größeren Orten. An dem Flüßchen befinden sich eine Menge Anlegestellen, wo frau auch einmal ein Mittagessen zu sich nehmen oder auch nur im Gras sitzen kann. Ein Hindernis für alle Neulinge stellen die Wehre dar. Dort muß vorsichtig angelegt und, das Boot beim Wehr "übergesetzt" werden. Wir nutzten den Abholservice.

Das Prinzip ist einfach: Du bootwanderst so lange Du Lust und Laune hast und wenn es genug ist, paddelst Du an der nächsten Ortschaft rechts (oder links) raus und rufst von der nächsten Telefonzelle aus den Verleih an. Nach einer Viertelstunde wirst Du dann von einem Bus abgeholt, der auch gleich das Kanu wieder mit nimmt.

Rast