Lax Vox

Lax Vox ist eine gute Methode zur Stimmenveränderung. Vor beginn der Übungen wird zur Lockerung des Mundbereichs (Kiefer, Wangen) ein Silikonschlauch benutzt, der in eine mit Wasser gefüllte Flasche gesteckt wird. Der*Die Anwender*in singt einen auf und abschwellenden Ton durch den Schlauch in das Wasser des Gefäßes. Durch den dadurch aufbauenden Gegendruck und die Resonanz lockert sich der Rachenbereich. 

Ein Zuhause für den Schlauch

Ich habe früh nach einer Methode gesucht, um den Silikonschlauch sauber aufzubewahren und auch die Flasche nach der Reinigung einfach trocknen zu lassen. Dabei entstand die "LAX VOX BOX", die mit einem 3D-Drucker gedruckt werden kann. Sie besteht aus zwei ineinander greifende Röhren, die sich durch eine simple Mechanik und der Elastizität des Schlauchs verriegeln. 

Verriegelungsmechanismus für die Röhre:

So kommt alles zusammen:

Hier sind die passenden Druckdateien. Für Drucker mit nur einer Farbe habe ich eine Außenröhre ohne Schrift dazu gepackt. Weiterhin aber auch die Schrift als einzelne Elemente, die auch mit Cura dann vor dem Druck auf die Röhre appliziert werden kann. Falls ein Bambulab-Drucker zur Hand ist, der zweifarbig drucken kann, habe ich das File mit eingebauter Schrift generiert (einfachste Methode). Ich habe die Teile mit PLA und mit PETG gedruckt. Beim Druck sollte das Stützmaterial bis auf die Bettkomponenten ausgeschaltet sein.

images/stories/260721LaxVoxHelfer/LaxBox.zip

images/stories/260721LaxVoxHelfer/Schrift.zip

Wer die Flasche kopfüber trocknen lassen will, kann in die Stirnseite der äußeren Röhre ein M4-Inlay einschmelzen und den Fuß mit drucken. In den Fuß wird von unten eine Schraube M4x15mm eingesetzt. Dadurch kann die äußere Röhre auf den Fuß geschraubt werden und bildet den Flaschenhalter. Überschüssiges Wasser kann auf den Fuß tropfen und wird dort aufgefangen.

 

Klemme für die Übung

Bei der Lockerungsübung wird der Schlauch bis zu einer gewissen Tiefe in das Wasser eingetaucht und muss dort gehalten werden. Die Tiefe variiert den Gegendruck. Ich hab da ne kleine Klemme konstruiert (Material: ABS) um vor der Übung die Tiefe einzustellen und bequem zu halten.

 

Die Klemme hat zwei verschiedene Seiten, die eine Seite dient zum Öffnen der Klemme damit man den Schlauch einfach einführen kann:

Die andere Seite hilft, den Schlauch fester zu arretieren:

 

 Nachdem die Klemme positioniert ist, sollte das ganze so aussehen:

Hier ist das Druckfile für die Klemme:

images/stories/260721LaxVoxHelfer/LaxVoxKlemme.zip

 

Adapter für Resonanzübung

Eine weitere Übung ist das bewusste modulieren des Rachens um Oberwellen gezielt zu verstärken oder zu reduzieren. Dabei wird die APP "Voice Tools" benutzt. Es wird die Funktion "Noise" benutzt, um mit dem Handy weißes Rauschen in den Rachenraum zu emittieren. Der Rachenraum/Hals/Kehlkopf bildet dabei einenen drei dimensionalen, komplexen Resonator, der bestimmte Frequenzen verstärkt und andere auslöscht. Durch gezieltes verändern des Resonators wird das Oberwellenspektrum bewusst verändert. Manche Menschen haben eine Abneigung, das Handy mit dem Lautprecher in den Mund zu nehmen. Bei mir war es eher der technische Hintergrund, da der Lautsprecher sicher nicht dafür gemacht wurde, eingespeichelt zu werden.

Hier ist die Öffnung des Lautsprechers zu sehen (grüner Kringel):

 

Ich habe einen Adapter konstruiert, der zumindest ein Samsung S24-Handy mit Hülle adaptiert und den Schall über den Schlauch in den Mund leitet. Der Schlauch im Adapter erfüllt hier zwei Aufgaben. Die erste ist die Leitung der Longitionalwelle des Schalls zum Rachen, die zweite ist die Abdichtung des Systems vom Lautsprecherrand zum Adapter. Aus diesem Grund hat der Adapter einen runden Einlass zum einfachen Einführen des Schlauchs, wird aber dann elliptisch, um den schlitzförmigen Schallauslass zu umschließen.

Der Schlauch wird so weit in den Adapter eingeschoben, dass er auf der anderen Seite ca. 2 mm heraus steht. 

Nun wir der Adapter an der Handyhülle auf der Höhe des Lautsprechers mit dem Haken eingehakt.

Zuletzt wird der Adapter heruntergeklappt, das Rauschen des Noise-Generators sollte jetzt aus dem Schlauchende kommen, falls nicht auf die richtige Position prüfen und überprüfen, ob der Schauch den Lautsprecher umschließt.

 

Der Adapter hat auf der anderen Seite eine Daumenmulde, um den Adapter mit dem Handy bequem halten zu können. Gegebenenfalls kann der Schlauch durch Drücken weiter an den Lautsprecher verbracht werden.

 

 

Wer sich jetzt fragt, warum bei der Box auf der einen Stirnseite ein Bolzen ist...

Ich habe meine Helfer "Klemme" und "Noise-Adapter" gerne mal in den Tiefen der Tasche verloren. Der Zapfen nimmt die beiden keinen Teile auf:

Hier ist das Druckfile für den Adapter:

images/stories/260721LaxVoxHelfer/LaxNoiseAdapter2.zip

 

 

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